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Trotzdem die operative Frühkorrektur zu einer deutlichen
Herabsetzung des generellen Korrekturalters geführt hat, gibt
es Herzfehler, bei denen man zunächst den Spontanverlauf
abwarten möchte.
So weiß man z.B. von kleineren Ventrikelseptumdefekten, dass
über die Hälfte der Scheidewandlöcher sich in den ersten 2
Lebensjahren spontan, das heißt von alleine verschließen. Es
zeigt sich aber auch, dass die Spontanheilungsrate nach dem 2.
Lebensjahr unwahrscheinlich wird.
Im ZAHF in Stuttgart wägen wir daher meist gemeinsam mit dem
behandelnden niedergelassenen Kinderkardiologen den
Spontanverlauf mit dem Risiko einer chirurgischen oder
interventionellen Therapie ab, um gemeinsam ein tragfähiges
Behandlungskonzept für jedes Kind individuell zu erarbeiten.
Aber auch bei der Weiterbehandlung bereits operierter Kinder
ist uns der enge Kontakt zum niedergelassenen Kinderarzt und pädiatrischen
Kardiologen sehr wichtig. Diese enge Zusammenarbeit ist dabei
nicht nur für die Erfolgskontrolle der durchgeführten
Korrekturoperationen notwendig, sondern auch die Planung
weiterer operativer Schritte bei Wechsel von Prothesenmaterial
oder die zeitliche Absprache der Folgeoperation bei
mehrstufigen Operationen (z.B. Norwood -, Fontanoperation)
erfolgt in engem Kontakt zum niedergelassenen Kollegen.
So wird gemeinsam über die Notwendigkeit
entschieden.
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